Am 11. November war es endlich so weit, wir durften bei einem Training der E-Rollstuhlfußball-Mannschaft „Wild Wheels“ dabei sein. Dafür fuhren mein Teamkollege Lukas Fürsatz und ich nach Neusiedl am See, um uns dort mit Hans-Jürgen Groß (Geschäftsführer des ÖZIV Burgenland) und den „Wild Wheels“ zu treffen.

Bereits als wir in der Trainingshalle ankamen, konnten wir die Begeisterung der Teammitglieder selbst spüren. Die acht Mitglieder der Mannschaft spielen seit Sommer 2016 aktiv E-Rollstuhl-Fußball. Sie zählen zu der ersten und im Moment einzigen Rollstuhl-Fußballmannschaft im gesamten Burgenland.

Dank dem Training, bei welchem wir unglaubliche Spielzüge zu sehen bekamen, wurde auch unser Interesse an diesem noch eher neuartigen Sport geweckt.

Wenn man den Spielern dabei zusieht, wie sie über das Feld schon mehr rasen als fahren und den Ball von einem Ende zum anderen schießen, merkt man selbst als außenstehender Zuschauer, dass sie in ihrer Rolle komplett aufgehen und viel Freude dabei empfinden.

Eines stach bei unserem Aufenthalt bei den „Wild Wheels“ besonders hervor: Nach dem Motto „Man sollte sich mit einer Behinderung nicht verstecken, sondern neue Möglichkeiten entdecken“, wächst jedes der Teammitglieder immer wieder über sich selbst hinaus.

Zum Ende des Trainings konnten wir nicht nur neue Erfahrungen und unglaubliche Eindrücke mitbringen, sondern auch einen Protagonisten für unseren Beitrag vorweisen.

Der Torwart Matthäus Szalay, erklärte sich dafür bereit, mit uns an diesem Projekt zu arbeiten. Da wir jedoch von dieser Sportart und ihrer Einzigartigkeit so überwältigt waren, entschieden wir uns dazu, sie zu einer tragenden Rolle in unserem Filmprojekt zu machen.

Nach diesem umwerfenden Tag, der mit so einigen Impressionen geprägt war, konnte sich unsere Vorfreude auf das anstehende Meisterschaftsturnier, welches wir als Drehort für unseren Film auswählten, kaum noch in Grenzen halten.

An dieser Stelle noch der Hinweis, dass wir von der Meisterschaft definitiv nicht enttäuscht wurden, aber dazu mehr im nächsten Bericht.

Ein Gastbeitrag von Alissa Grossmann.